10 Webdesign Trends für 2016

10 Webdesign Trends für 2016

2016 werden alle Websites gleich aussehen! Das mag etwas überspitzt formuliert sein, allerdings sprechen die Trends im Webdesign, die man bereits 2015 beobachten konnte und die auch für 2016 prognostiziert werden hier eine eindeutige Sprache. Websites im Netz werden immer homogener. Welche visuellen und technischen Trends außerdem auf uns zukommen, erfährst Du in diesem Beitrag.

Homogenität

Trends geben uns in vielen Bereichen eine Richtung vor. Das gilt auch fürs Webdesign. Wer IN sein will, orientiert sich oft an großen Vorbildern – an erfolgreichen Tech-Blogs und prominenten Startup-Websites. Das ist ja auch nicht verkehrt, investieren diese doch sehr viel Zeit und Geld in ihre Online-Präsenz und in den meisten Fällen kann sich so ein Internet-Auftritt absolut sehen lassen.

Damit ist allerdings ein Trend in Richtung Homogenität zu beobachten – Websites werden immer ähnlicher. Ob diese Entwicklung positiv oder negativ ist, ist gar nicht so leicht zu beurteilen: Ähnlichkeiten in Aufbau und Struktur von Webseiten können oft zu einer besseren Usability beitragen. Allerdings bleibt auf solchen Websites oft der gewünschte Wow-Effekt aus.

Von „Verhaltensschablonen“ zum Webdesign

Bei Webentwicklern und Webdesignern setzt sich immer mehr eine neue Herangehensweise an Projekte durch: Als Erstes werden die benötigten UI-Komponenten entwickelt und erst im zweiten Schritt wird das entsprechende Webdesign erstellt. Diese Arbeitsweise kann sich in vielen Fällen positiv auf die Benutzerfreundlichkeit und damit auf die Konversion auswirken.

Webdesign-Trends-2016-UI-vor Design

UI-Gestaltung hat 2016 Vorrang

Der Schwerpunkt liegt hier demnach auf einer konkreten Strategie und einem vorher festgelegten Ziel, wie z.B.:

  • die Eintragung in einen Newsletter
  • Anklicken eines Banners (Affiliate-Links)
  • Kauf eines Produkts
  • etc.

Die Interaktion des Users mit der Website bzw. dem Service wird auch 2016 im Vordergrund stehen und muss von vornherein sorgfältig geplant und getestet werden. Bei solchen Projekten ist der Zeitaufwand deutlich höher, was sich zwangsläufig in höheren Kosten niederschlägt.

Bessere Animationen

Dank aktueller CSS-, HTML5- und jQuery-Technologien lassen sich im Webdesign von heute vollwertige Animationen einsetzen, die der Flash-Technologie in nichs nachstehen. Leider greifen Entwickler hier noch zu oft in die Trickkiste und überfordern ihre Besucher mit zu viel Dynamik. Im Jahr 2016 wird es jedoch im Hinblick auf den Trend der Verbesserung von Usability immer mehr gelungene Beispiele für animierte Websites geben.

Satte Farben und Farbpaletten

Satte Farben und Neon-Farben lagen bereits 2015 voll im Trend. Zu den prominenten Beispielen zählen u.a. „Bloomberg“, „Spotify“ und „Medium“. Hier werden viele Website-Entwickler 2016 nachziehen.

Webdesign-Trends für 2016

Auf kräftige Farben setzt nicht nur Spotify (Screenshot: spotify.com/de/)

Unscharfe Hintergrundbilder

Unscharfe Hintergrundbilder werden bislang vorrangig als visuelle Spielerei (Blur-Effekt) eingesetzt. Facebook geht hier etwas weiter und nutzt die Unschärfe, um die Ladezeit der Website zu erhöhen. Bis zu 30% soll man damit gutmachen können. An dieser Technik werden sich primär Nutzer von mobilen Geräten erfreuen. Wer viele Bilder auf seiner Website einsetzt und bei Google ein paar SEO-Punkte sammeln möchte, sollte sich unbedingt mit der Thematik auseinandersetzen.

Webdesign Trend 2016-Blur-Effekt

Auch 2016 sind unscharfe Hintergrundbilder im Trend

Vorladen der Website-Struktur

Auch hier geben Facebook-Ingenieure den Ton an: Es kann ein Weilchen dauern bevor eine Profil-Seite komplett geladen ist. Damit die Geduld des Users nicht überstrapaziert wird, sieht er ein Preview, das die Struktur der Website wiederspiegelt. Immer mehr Websites werden diesem Trend folgen, um eine komfortablere Interaktion des Besuchers mit der Website zu gewährleisten. Ein schönes animiertes Beispiel für diese Technologie findet man auf medium.com.

Screenshot: https://medium.com/swlh

Screenshot: https://medium.com/swlh

Scrolljacking

Beim Scrolljacking reagiert der Content der Website auf die Scrollbewegung des Nutzers, d.h. bestimmte Website-Elemente können, je nach dem, was der Besucher gerade macht, sich bewegen und ihre Größe (oder Form) ändern. Hier hagelt es oft Kritik, da die Änderungen nicht immer synchron sind und die Usability in Mitleidenschaft gezogen wird. Dieser Umstand wird allerdings 2016 nur wenige Webdesigner davon abhalten, den Content dynamisch mittels Scrolljacking zu gestalten.

Passiv-agressive Popups

Obwohl UX-Spezialisten und Webentwickler diesen Trend sehr negativ bewerten, setzen immer mehr Blog-Betreiber agressive Popups ein, um den User dazu zu animieren, sich für den Newsletter anzumelden oder den Content in den Social Media zu teilen. Bei solchen Projekten geht es vorrangig darum, den User langfristig zu binden, meistens auf Kosten der User Experience.

Ja/Nein zum Hamburger-Menü

Wer eine mobile Version seiner Website ins Netz stellt, setzt in der Regel das Hamburgermenü ein. Allerdings gibt es inzwischen viele Websites, die, wie YouTube mit einem Tab-Menü experimentieren. Es bleibt also abzuwarten, ob sich diese Alternative 2016 durchsetzen können.

Webdesign-Trend-2016-Hamburger-Menü

Auch wir auf webworker24.net setzen auf das beliebte Hamburger-Menü

Schwere Websites

2010 betrug die Größe einer Website im Durchschnitt etwas mehr als 700 KB. Heute ist eine Website mehr als 2200 KB schwer. Die Größe hat sich demnach mehr als verdreifacht, aber nur wenige Websites und Blogs scheint das zu stören. Wer diesen Punkt komplett außer Acht lässt, verscheucht zwangsläufig die Nutzer von mobilen Geräten, deren Zahl im Netz immer weiter zunimmt.

…und wie stehst Du zu diesen Trends?

Quelle:

andreas

Webworker aus Überzeugung...

You may also interested

Add your comments

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.