Anleitung: Ladezeit der Webseite schnell optimieren (1)

Anleitung: Ladezeit der Webseite schnell optimieren (1)

Auf der eigenen Webseite treffen sich potentielle Kunden und das Produkt (oder die Dienstleistung). Die Ladezeit einer Webseite kann deshalb darüber entscheiden, ob die Besucher länger auf der Webseite verweilen und das Angebot genauer kennen lernen (und vielleicht sogar kaufen) oder ob ihnen das Ganze zu lange dauert und sie die Seite einfach verlassen. Auch Matt Cutts vom Google Anti-Spam-Team betont diesen Punkt für die Nutzererfahrung:

In diesem Zusammenhang lohnt es sich auf jeden Fall, die Ladezeit der eigenen Webseite genauer unter die Lupe zu nehmen und nach Möglichkeiten zu schauen, diese zu optimieren. Vor allem im Hinblick auf das mobile Internet ist die Optimierung der Ladezeit einer Webseite interessant! Los geht’s:

Ladezeit der Webseite messen

Bevor die eigene Webseite optimiert werden kann, muss die Ladezeit erst gemessen werden. An dieser Stelle darf man natürlich nicht vergessen, dass die Ladezeit einer Seite von viele Faktoren abhängt. Die Internet-Verbindung ist dabei sehr entscheidend. Die Ladezeit kann aber lokal und auch im Laufe des Tages variieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte dafür am besten verschiedene Tools einsetzen und auch mehrmals am Tag die Ladezeit ermitteln. Der wahre Wert liegt dann irgendwo dazwischen. Dafür gibt es z.B. das Pagespeed-Tool oder das Searchmetrics-Tool. Auch Google hat ein Tool zur Messung der Ladezeit inklusive Analyse für mobile Geräte und Optimierungstipps. Die Benutzung ist simpel und selbsterklärend. Ich habe mich in diesem Fall für die Analyse der Ladezeit mit pagespeed.de entschieden:

ladezeit einer weseite messen-pagespeed

Screenshot: pagespeed.de (vor der Ladezeit-Optimierung)

Nach wenigen Sekunden liefert das Tool die Ladezeit der Webseite in Sekunden sowie eine Bewertung (Score 0-100). Google empfiehlt übrigens die Ladezeit unter 1,5 Sekunden zu halten. Man sieht in diesem Fall, dass da noch Einiges möglich ist 🙂 (man sieht übrigens auch, dass es hier primär an zahlreichen großen Bildern liegt)!

Zusätzlich gibt es bei diesem kostenlosen Online-Tool Tipps zur Optimierung – sehr praktisch! Jetzt geht es weiter zur Optimierung der Ladezeit:

Die Ladezeit einer Webseite schnell optimieren

W3 Total Cache-Plugin – Daten zusammenfassen und zwischenspeichern

Im ersten Schritt habe ich das W3 Total Cache-Plugin installiert und aktiviert. Dieses Plugin von Frederick Townes ist sehr mächtig und erfordert etwas Hirnschmalz. Es bietet unter anderem auch die Möglichkeit Object Caching, Database Caching und Minifying durchzuführen. Wer gerne experimentiert, kann einiges aus dem Plugin herausholen, aber auch sein Theme eventuell temporär zerschießen. Für alle die, die keine Zeit haben und auf der sicheren Seite sein möchten, empfehle ich dieses ausführliche Tutorial zu den Einstellungen im W3 Total Cache. Viele der vorgestellten Einstellungen haben sich auch bei mir sehr positiv auf die Ladezeit der Webseite ausgewirkt! Einiges musste ich etwas anpassen (z.B. die JS-Einstellungen). Und siehe da:-)

Fazit:

Screenshot: pagespeed.de ( nach der Ladezeit-Optimierung)

Screenshot: pagespeed.de (nach der Ladezeit-Optimierung)

Das W3 Total Cache-Plugin ist einfach genial! Schon nach wenigen Anpassungen lässt sich die Ladezeit einer Webseite signifikant reduzieren und die Webseite optimieren. In diesem Fall ging sie von 8,1 Sekunden auf 2,1 Sekunden runter! Es gibt jedoch noch Einiges zu tun, denn noch sind wir über den empfohlenen 1,5 Sekunden.

Was man noch alles tun kann, um die Ladezeit der Seite zu verbessern schaue ich mir im nächsten Artikel zur Optimierung der Ladezeit einer Webseite an.

 

 

Hast du vielleicht auch einen Tipp zur Verbesserung der Ladezeit von Webseiten?

andreas

Webworker aus Überzeugung...

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Comments

  • Roby

    Hallo,

    W3 Total Cache ist schon klasse. Plugins zur Ladezeit Optimierung sind insofern wichtig, weil viele WordPress Anwender kein Code-Know.How haben (PHP, CSS unsw.). Wer zum Beispiel bildlastige Webseiten betreibt könnte zum Beispiel mit dem Plugin Smush.it die Ladezeiten schon einen kleinen Schritt nach unten schrauben.
    Mit vielen solcher kleinen Schritte (zum Teil mit Plugins) konnte ich die Ladezeiten meiner Seiten bis weit unter 1 Sekunde drücken.
    Grüße
    Roby

  • Frank

    Hallo,
    schön zu lesen das sich jemand durch das W3TC-Plugin gekämpft und es erfolgreich eingesetzt hat. Ich persönlich bin für die Pagespeed Optimierung kein Freund von Plugins, ich setze da lieber selbst Hand an. Mit einigen Eingriffen in den Code, CSS, JS und Htaccess lässt sich vieles erreichen und man braucht nicht zwingend ein Plugin dafür.

    Gruß Frank

    • Andreas Nejbert

      Hallo Frank,
      du hast natürlich recht, ich würde sogar sagen, möchte man die Optimierung ausreizen, kommt man um CSS, JS und Co. nicht herum!

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