Tipps für Selbstständige in Frankfurt (und anderswo) – 8. Tipp: Wie finde ich den richtigen Domainnamen?

Tipps für Selbstständige in Frankfurt (und anderswo) – 8. Tipp: Wie finde ich den richtigen Domainnamen?

Im heutigen Beitrag zu unserer Artikelserie „Tipps für Selbstständige in Frankfurt (und anderswo)“ geht es um eine Frage, die Kunden sehr gerne Ihrem Webdesigner stellen: Wie fkann ich den richtigen Domainnamen für meine Unternehmenswebseite finden. Denn oft bringen Kunden schon reservierte Domains mit Ihrem Namen mit und fragen sich und Ihren Webdesigner, ob diese Domain auch die richtige für ihr Business sein.

Die Problematik des richtigen Domainnamens ist nicht neu, dennoch gibt es immer wieder Gerüchte und Spekulationen, wie man mit Keywords in der Domain besser bei Google gelistet werden kann. In diesem Artikel erläutere ich kurz, wie wichtig Keywords wirklich sind, wann man auch mal auf diese verzichten kann und was sonst noch alles bei der Wahl des richtigen Domainnamens zu berücksichtigen ist.

 

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Bei der Suche nach der passenden Domain hat man meistens die Wahl zwischen 3 Varianten.

  1. Man nimmt seinen eigenen Namen
  2. Man wählt eine Kombination aus Schlüsselwörtern, auf die man seine Seite optimiert
  3. Man findet einen Fantasie-Namen, der einem so gut gefällt, dass man sich dafür entscheidet

Der eigene Name als Domain

Viele Selbständige neigen dazu, ihren eigenen Namen als Domain zu verwenden. Dies hat den Vorteil, dass, wenn man unter dem Namen bekannt ist (man also Offline-Marketing betrieben hat), andere Menschen einen auch schnell finden. Ist das jedoch nicht der Fall, erschwert der eigene Name in der Domain die Mundpropaganda und das Branding. Nur wenn der Name wirklich leicht zu merken ist, erinnern sich potentielle Kunden auch bei Ihrer nächsten Suche daran.

Keywordkombination als Domain

Lange Zeit wurden Keywords in der Domain beim Suchmaschinen-Ranking stark gewichtet. Es entstanden so Domains, die aus kompletten Suchphrasen bestanden oder so mit Keywords voll gestopft waren, dass sie sich niemand merken konnte. Seit einiger Zeit nun hat Google die Gewichtung für Keywords in der Domain herunter gesetzt. Dennoch eignen sich Keywords in der Domain, um On- und Offline-Marketing zu betreiben. Betrachtet man die Darstellung der Suchergebnisse, so wird einem schnell klar, dass der Blick des Suchenden zuerst auf den Namen der Seite und anschließend auf die Domain geleitet wird. Geschickt gewählte Keywords könnten also durchaus noch für mehr Traffic sorgen.

Frei erfundene Namen

Seit kurzem werden immer mehr erfundene Namen wie „zalando“, „opodo“ oder „tirendo“ in Domains verwendet. Warum? Diese Webseiten investieren viel Geld ins Branding und erhoffen sich so dauerhaft mehr Erfolg und Wiedererkennung der Marke. Aus SEO-Sicht, meint Google’s Spam-Beauftragter Matt Cutts, sei kein negatives Ranking zu befürchten.

Hat man ein eher kleines Budget, so ist ein Fantasiename nicht geeignet. Oft dauert es lange und kostet ebenso viel Geld, bis Besucher und Kunden einer Website den Fantasienamen mit der eigentlichen Dienstleistung in Verbindung bringen.

Welche Endung eignet sich am besten für mich?

Bei der Wahl der Domainendung (.de / .com / .eu etc.) sollte man besonders vorsichtig sein, denn oft entsteht beim Lesen von Domains mit einer „ungewöhnlichen“ Endung eine Distanz zwischen dem Besucher und der Webseite. Besucher verbinden Domainnamen mit .com  und .de mit globalen und internationalen Anbietern, wohingegen .info oder .biz eher für Misstrauen sorgen. Ein No-Go sind .to Domains, aber das wissen die meisten sicherlich auch selbst.

Expired Domains?

Wenn man von Anfang an auf Suchmaschinenoptimierung Wert legt und gut gelistet werden möchte, sollte man einen Blick auf sogenannte Expired-Domains Werfen. Das sind Domains, die reserviert waren und wieder frei geworden sind. Der Vorteil dieser Domains ist der, dass diese häufig schon eine gewisse Anzahl an Backlinks haben, Pagerank mitbringen und durch die Zeit, die sie schon im Google-Index waren, das Vertrauen von Google genießen. So kann es sein, dass eine Expired-Domain schneller indexiert und besser gelistet wird. Allerdings kann dieser Plan auch nach hinten losgehen, wenn man eine Domain erwischt, die abgestraft wurde oder über einen „künstlichen“ Pagerank verfügt. Deshalb ist hier Vorsicht geboten! Denn mit ein bisschen Einsatz und Fleiß lässt sich auch eine neue Domain soweit optimieren, dass sie schnell gute Plätze bei Googles Suchergebnissen einnehmen kann.

Fazit:

Alles in Allem kann man sagen, dass für kleine und mittelständische Unternehmen frei erfundene Namen am wenigsten geeignet sind. Nur aus SEO-Gründen eine Domain mit Keywords zu wählen, ist laut Google, ebenfalls nicht notwendig. Bevor man sich auf die Suche nach einem passenden Domain-Namen macht, sollte man sich zunächst einmal Gedanken machen, was man mit der Webseite überhaupt erreichen möchte (Visitenkarte für Kunden, Kundenakquise etc.).

Für alle, die gerne den eigenen Namen in der Domain haben möchten und trotzdem weitere Marketing- und Werbemaßnahmen planen, finde ich, eignet sich eine Kombination „www.Nachname-Keyword.de“ sehr gut. So zum Beispiel „www.meier-webdesign.de“ oder noch besser mit lokalem Bezug „www.meiser-webdesign-frankfurt.de„. Ich hoffe, ich konnte einigen Selbständigen aus Frankfurt und Umgebung mit diesem Artikel ein wenig weiterhelfen. Sollten noch Fragen zur Wahl des richtigen Domainnamens bestehen, freuen wir uns sicherlich auch über Fragen in den Kommentaren!

robert

Hi! Ich heiße Robert und schreibe hier regelmäßig Artikel zu den Themen Webdesign, Web und Social Media. Ansonsten bin ich für die Bereiche Grafikdesign und Social Media bei IN2WEB zuständig.

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