Webdesign mit WordPress

Webdesign wird immer wichtiger, wer heutzutage Kunden im Internet erreichen möchte, ist auf einen professionellen und einwandfrei funktionierenden Webauftritt angewiesen. Dabei werden immer häufiger sogenannten Content-Management-Systeme wie WordPress eingesetzt.


WordPress ist mit über 60% Marktanteil, durch und durch das beliebteste CMS weltweit. Neben der sehr großen Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Designvorlagen (Themes) punktet das WordPress zusätzlich durch seine starke Community und den regelmäßigen Support hinsichtlich Sicherheit, Erweiterbarkeit und Funktionalität.
Im Folgenden werde ich anhand von fünf verschiedenen Kriterien die Vorteile des mächtigen CMS deutlich machen und dabei einen Blick auf die Alternative des reinen HTML/CSS Webdesigns werfen.

 

webdesign-frankfurt-robert-in2web Über den Autor:

Ich heiße Robert Nejbert, bin selbständiger Webdesigner aus Darmstadt und studiere Interactive Media Design an der Hochschule Darmstadt-Dieburg. Nebenbei schreibe ich auf verschiedenen Seiten über Webdesign, Webtrends und andere Online-Themen.

 

Webdesign mit WordPress – Die Designs (Themes)

Alleine auf der Plattform themeforest.de gibt es über 2000 verschiedene kostenpflichtige Premium-Designs für WordPress. Dazu kommen noch unzählige kostenlose Templates, die online auf verschiedenen Seiten zur Verfügung stehen. Die meisten dieser Designvorlagen basieren auf den neusten Webstandards HTML5 und CSS3 und sind responsive, passen sich also automatisch an die Bildschirmgröße des verwendeten Geräts an.
Häufig sind die WordPress Themes auf themeforest.de auch als reine HTML/ CSS Version für einen geringeren Preis verfügbar. Jedes WordPress Theme basiert im Grunde auf einer solchen vorherigen Version, welche anschließend mit dem CMS verknüpft und mit zusätzlichen Funktionen erweitert wurde. Dabei hat ein WordPress-Theme den Vorteil, dass es über ein sogenanntes Backend verfügt. Damit lassen sich die Inhalte der Website leicht pflegen ohne Änderungen im Code vornehmen zu müssen.
Darüber hinaus hat WordPress eine integrierte Blog-Funktion, die es dem Nutzer ermöglicht, Beiträge selbstständig zu verfassen, verschiedene Medien einzufügen (Bilder, Videos, Statistiken, etc.) und diese anschließend zu veröffentlichen. Das Aussehen und die Anordnung der Elemente können auch zum späteren Zeitpunkt ohne Probleme geändert und so für neue Anforderungen angepasst werden. All das ist bei einer reinen HTML/CSS Webseite nur durch Anpassungen im Code möglich, was sich für einen Otto-Normal-User als schwierig erweist.

Erweiterung mittels Plugins

Webdesign ist schon lange nicht mehr statisch. Mittlerweile gehören Formulare, Download-Bereiche, Bildergalerien und andere interaktive Elemente zum Standard von modernen Webseiten. In WordPress lassen sich derartige Funktionen mithilfe von Plugins in die Website. Meistens kann man die Elemente anschließend noch an die eigenen Bedürfnisse anpassen und weitere Einstellungen vornehmen. Hier einmal ein kurzer Überblick über gängige Website-Erweiterungen:

  • Kontaktformular
  • Bildergalerie
  • Download-Bereich
  • Analytics Dashboard
  • Social-Media Elemente
  • Slider
  • Backup
  • Wartungsmodus
  • Antispam für Kommentare
  • SEO

Wird eine Webseite nicht auf Basis eines CMS wie WordPress, Contao oder Joomla programmiert, müssen solche Erweiterungen häufig neu programmiert und extra eingepflegt werden. Der Vorteil ist jedoch der, dass diese Elemente individuell erstellt und so passgenau in die Webseite integriert werden. Extrawünsche und besondere Anpassungen können schneller und einfacher vorgenommen werden als bei einem externen Plugins, da man sich hier in den Code des Plugin-Programmierers erst reindenken muss.
Dank der großen Community gibt es bei WordPress für (fast) jedes Problem, meist sogar mehrere Plugin-Lösungen. Und für besondere Wünsche und Anforderungen, besteht auch hier die Möglichkeit ein eigenes Plugin programmieren zu lassen.

Content-Marketing dank integrierter Blog-Funktion

Content-Marketing ist sozusagen das neue SEO. Früher bestand Suchmaschinenoptimierung primär darin, möglichst viele gute Backlinks von unterschiedlichen Seiten zu bekommen, heute hingegen wird immer stärker auch der Content einer Seite bewertet. Daher ist es schon fast ein Muss bei jeder Webseite, mit der man Online-Marketing betreibt, auch einen Blog zu führen.

"...es schon fast ein Muss bei jeder Webseite, mit der man Online-Marketing betreibt, auch einen Blog zu führen."

„…es ist schon fast ein Muss bei jeder Webseite, mit der man Online-Marketing betreibt, auch einen Blog zu führen.“

Dazu gehört auch der Einsatz von Social-Media Plattformen, auf denen man das Geschriebene weiter verbreitet.
WordPress kommt von Anfang an mit einer integrierten Blog-Funktion. Das kommt daher, dass das CMS früher als reine Blogging-Software genutzt und mit der Zeit immer mehr auch für professionelle Webauftritte optimiert wurde. Für den Einsatz von Social Media gibt es in WordPress zudem Plugins, die automatisch die eigenen Blog-Beiträge in den sozialen Netzwerken veröffentlichen und einem so viel Zeit ersparen.

Sicherheitsupdates

Der Faktor Sicherheit ist in der heutigen Zeit besonders wichtig. Gerade, wenn die eigene Webseite zur Kundenakquise dient oder wenn man einen Online-Shop betreibt, darf diese nicht plötzlich ausfallen. Auch Kundendaten, die auf dem Server liegen, sollten gut geschützt werden. WordPress sorgt mit regelmäßigen Sicherheitsupdates dafür, dass entdeckte Sicherheitslücken möglichst schnell behoben werden. Zudem gibt es auch eine Vielzahl von Plugins, welche die Sicherheit des CMS erhöhen und Risiken minimieren.

wordpress-webdesign-sicherheit
Webseiten ohne CMS müssen bei neuen Sicherheitsrisiken regelmäßig geprüft und eventuell im Code angepasst werden. Während bei WordPress die Community sich um entsprechende Sicherheitsupdates kümmert, müssen HTML und CSS Webseiten individuell auf die neuen Risiken hin umprogrammiert werden.

Responsive Design und Open-Source

WordPress ist eine sogenannte Open-Source-Software. Das bedeutet, dass jeder die Möglichkeit hat den Code einzusehen und ggf. auf Fehler hinweisen kann. Die Anzahl der Erweiterungen und Designvorlagen ist entsprechend der aktiven Community sehr groß.

Dadurch, dass die Entwicklergemeinde äußerst schnell auf den responsive Webdesign Trend reagiert hat, ist nun ein Großteil der erhältlichen Themes auch auf mobile Endgeräte hin optimiert. Das ist ein zusätzlicher Faktor für den Erfolg im Internet, denn erst vor kurzem hat Google das Kriterium der „mobilen Freundlichkeit (mobile friendliness)“ erhöht und markiert Webseiten in der Suche, die nicht für mobile Geräte optimiert sind.
Fazit
Alles in allem hat WordPress im Vergleich zu reinen HTML und CSS Webseiten viele Vorteile. Neben der Vielzahl an Erweiterungsmöglichkeiten und Designvorlagen, die für das CMS erhältlich sind, hat es auch sicherheitstechnisch Einiges zu bieten. Webseiten auf Basis von reinem HTML/CSS können zwar individueller gestaltet werden, müssen aber bei nachträglichen Änderungen im Code angepasst werden. Das kostet meist nicht wenig und ist zudem aufwendig. Auch hinsichtlich der selbständigen Pflege punktet WordPress durch seine einfache Bedienung im Backend.
Zuletzt spielt sicherlich auch der Preis eine entscheidende Rolle. Eine komplette, neu programmierte Webseite, gleich ob mit oder ohne CMS Anbindung, ist immer deutlich kostspieliger als eine Webseite, die mit einem Template erstellt wurde. Durch die hohen Anpassungsmöglichkeiten, steht ein WordPress Template einer neu programmierten Webseite in nichts nach. Außerdem werden vorgefertigte Templates schon mehrfach getestet und laufend verbessert und weisen somit häufig einen saubereren Code und ein hochwertigeres Design auf.

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